Die internationalen Rechtsgrundlagen sehen teilweise Berichtspflichten vor, denen in regelmäßigen Abständen nachzukommen ist.

Die EU-Mitgliedstaaten sind zudem gemäß Artikel 37 Euratom-Vertrag verpflichtet, der Europäischen Kommission über jeden Plan zur Ableitung radioaktiver Stoffe aller Art die allgemeinen Angaben zu übermitteln, auf Grund deren festgestellt werden kann, ob die Durchführung dieses Plans eine radioaktive Verseuchung des Wassers, des Bodens oder des Luftraumes eines anderen EU-Mitgliedstaates verursachen kann. Die Europäische Kommission gibt auf Grundlage der „Allgemeinen Angaben" eine Stellungnahme ab. Die Stellungnahmen der Europäischen Kommission werden im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Gemäß Artikel 8e Abs. 2 und 3 der Richtlinie 2014/87/Euratom zur Änderung der Richtlinie 2009/71/Euratom über einen Gemeinschaftsrahmen für die nukleare Sicherheit kerntechnischer Anlagen sind die EU-Mitgliedstaaten ferner verpflichtet, alle sechs Jahre, beginnend mit 2017, themenbezogene Peer Reviews durchzuführen. Der Ablauf für die anstehenden themenbezogenen Peer Reviews (Topical Peer Reviews, TPR) wurde weitgehend an das Verfahren angelehnt, welches zur Durchführung der Stresstests nach dem Unfall in Fukushima verwendet wurde, wobei der Schwerpunkt der TPR jeweils auf spezifischen Aspekten der nuklearen Sicherheit liegt. Die TPRs sind in mehreren Schritten durchzuführen und die relevanten Ergebnisse jeweils zu veröffentlichen und zwar wie folgt:

  • Die EU-Mitgliedstaaten führen eine nationale Selbstbewertung für die in ihrem Land vorhandenen, ausgehend von dem Thema zu betrachtenden Anlagen durch und erstellen dazu einen nationalen Bericht.
  • Die anderen MS und die KOM, als Beobachter, führen ein Peer Review der nationalen Selbstbewertungen durch.
  • Es werden, wenn nötig, Folgemaßnahmen vereinbart.