In einem Kernkraftwerk entsteht durch kontrollierte Kernspaltung im Reaktorkern Wärme. Mit dieser Wärme wird Dampf erzeugt. Dieser Dampf wiederum treibt eine Turbine an, an die ein Generator angeschlossen ist, der schließlich elektrischen Strom erzeugt.

Dieses Prinzip gilt sowohl für die sechs Druckwasserreaktoren als auch für die zwei Siedewasserreaktoren, die sich derzeit in Deutschland noch im Leistungsbetrieb befinden. Beide Reaktortypen gehören zu den sogenannten Leichtwasserreaktoren, bei denen als Brennstoff leicht angereichertes Uran und als Moderator sowie als Kühlmittel Wasser (H2O, im Gegensatz zu schwerwassermoderierten Reaktoren, bei denen D2O zum Einsatz kommt) Verwendung finden.