Dekontaminationstechniken dienen der Entfernung von anhaftenden Radionukliden (Kontamination). Dies verbessert den Strahlenschutz und bildet eine wichtige Voraussetzung für die Freigabe.

Um die Strahlenbelastung des Personals zu reduzieren, werden vor Beginn der Abbauarbeiten Kreisläufe und Räume dekontaminiert. Dabei werden oft nicht nur die oberflächlich abgelagerten Radionuklide abgetragen, sondern auch eine dünne Schicht des Materials selbst. Dadurch werden auch radioaktive Stoffe entfernt, die in Risse eingedrungen sind oder sich an unzugänglichen Stellen abgelagert haben.

Abgebaute Anlagenteile werden oft nochmals dekontaminiert, um diese letztlich freigeben, also aus der atom- und strahlenschutzrechtlichen Überwachung entlassen zu können. 

Ursachen und Behandlung

Die Ursache der Kontamination kann direkter Kontakt mit einem aktivitätsführenden Medium (etwa dem Primärwasser) sein. Oberflächen können auch dadurch kontaminiert sein, dass sich Radionuklide mit der Luft im Anlagengebäude ausgebreitet haben. Bei oberflächlicher Kontamination kann es genügen, die Materialoberflächen abzubürsten oder die Oberfläche mit Hochdruckreinigern zu bearbeiten. Ist die Kontamination tiefer eingedrungen, so muss ein Teil der Oberfläche (einige Mikrometer bis einige Millimeter) abgetragen werden. Die Verfahrensparameter werden so gewählt, dass die auf diese Weise neu geschaffene Oberfläche danach keine Kontamination mehr aufweist.

Verfahren zur Dekontamination