Im November 1960 ging in Unterfranken nahe Aschaffenburg mit dem Versuchs-Atomkraftwerk Kahl das erste deutsche Kernkraftwerk in Betrieb. Momentan (Stand: 2018) besitzen in Deutschland noch sieben Reaktorblöcke an sieben Standorten in kommerziell betriebenen Kernkraftwerken eine Berechtigung zum Leistungsbetrieb. Im Atomgesetz ist festgelegt, dass diese Berechtigung auch für die letzten sieben Reaktorblöcke gestaffelt bis spätestens Ende 2022 erlöschen wird. Anschließend werden diese Anlagen stillgelegt. Neben diesen Anlagen gibt es weitere Kernkraftwerke in Deutschland, die sich bereits in Stilllegung befinden beziehungsweise gemäß Atomgesetz ihre Berechtigung zum Leistungsbetrieb verloren haben.

KKW-Standorte in Deutschland neu

Isar 1

Kernkraftwerk Isar 1

Standort
Essenbach
Bundesland
Bayern 
Typ (Baulinie)
Siedewasserreaktor (Baulinie 69) 
Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs
21.03.1979 
Aktueller Betreiber
PreussenElektra GmbH
Erlöschung der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß AtG
06.08.2011
Abschaltdatum
17.03.2011
Elektrische Bruttoleistung
912 MW

mehr Infos

Die Betreiber der Kernkraftwerke sind gemäß der atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) verpflichtet, Unfälle, Störfälle oder sonstige für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse (meldepflichtige Ereignisse) an die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder zu melden.

Nach den Ereignissen in Fukushima ermöglichte eine enge Zusammenarbeit zwischen den Anlagenbetreibern, den Atomaufsichtsbehörden und der Europäischen Kommission erstmalig eine Überprüfung aller Kernkraftwerke in der Europäischen Union in den Bereichen

  • Externe Ereignisse
  • Ausfälle von Sicherheitsfunktionen (Sukzessiver Ausfall aller Stromversorgungen, Ausfall der Wärmeabfuhr und die Kombination beider Ereignisse)
  • Maßnahmen und Vorgehen bei schweren Unfällen.

Auch die Sicherheit der deutschen Kernkraftwerke wurde anhand von Sicherheitskriterien überprüft, die die Western European Nuclear Regulators‘ Association (WENRA), eine technische Vereinigung westeuropäischer nuklearer Aufsichtsbehörden, erstellt hat.